Lesenswichtig 4. April

Folge 11 von “Lesenswichtig”, einer Liste von christlichen Artikeln, die mich diese Woche bewegt haben.

Über Konversation

Die erste Empfehlung kommt aus der Homeschooler-Ecke um Charlotte Mason.

Was ich an dieser Community schätze (und was das eigentliche Erbe von Charlotte Mason ist): Die Neugier, wie sie die Welt betrachten. So auch in diesem Artikel. Er erzählt davon, wie die Autorin beim aufmerksamen Zuhören in der Predigt das Wort “Konversation” aufschnappte, es zu Hause nachschlug und so in die etymologische Geschichte eintauchte.

Zum Artikel: What If The Great Conversation IS The Good Life?

Befreit von der Tyrannei der Emotionen

Ich werde oft von meinen Gefühlen umhergetrieben, daher hat mich dieser Artikel ermutigt. Ein paar Ausschnitte:

Ich tendiere dazu, ein Schwamm zu sein - ich sauge die Emotionen anderer auf, fülle mich mit ihnen und mache sie mir zu eigen - auch wenn sie mir nicht gehören. Ich habe Folgendes erkannt: Wenn ich mich mit Ängsten oder Frustration fülle, dann kann ich als Schwamm nur eines: es wieder auswringen, und zwar bei jedem, der mich im falschen Moment ausquetscht.

Die Autorin spricht über Naomi aus dem Buch Ruth:

Naomi unterdrückt weder ihre Gefühle, noch wird sie von ihnen gefangen gehalten. Sie musste nicht nach ihren Gefühlen handeln. Sie fühlte Angst, doch sie war frei von der Tyrannei ihrer Gefühle. Wenn wir unseren Gefühlen folgen, werden wir von ihnen gefangen.

Und der Trommelschlag des Predigers in meinem Kopf geht weiter und erinnert mich daran: Du kannst klagen, ohne dich in Unterwerfung vor deinen Gefühlen beugen zu müssen, denn dein König hat dich aus ihrem Griff befreit. Halleluja!

Zum Artikel: Delivered from the tyranny of emotions

Gedanken zum christlichen Lebenswandel von John Stott

Nochmals über den Lebenswandel von John Stott.

Als alter Mann, wenn [John Stott] in All Souls predigte, gab es lange Schlangen von Menschen, die darauf warteten, ihn nach dem Gottesdienst zu treffen. Oftmals waren diese Personen sehr anspruchsvoll. Einer seiner Studienassistenten […] erzählte mir, dass [John] sich antrainierte, sich innerlich zu sagen: “John, Christus ist für sie gestorben - sie sind also unendlich wertvoll für Gott. Jetzt musst du ihnen zuhören.” Das spiegelte sein Hauptmotto wider: Die andere Person ist wichtiger als du selbst. Er verwies damit ständig auf Phil 2, 3-5: “in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst”.

John Stott übte sich in Demut. Seine Prinzipien, wie er die Demut kultivierte:

  1. Bekenntnis und Danksagung machen den Boden aus, in dem Stolz nicht leicht wächst.
  2. Freue dich über Demütigungen - sie sind gut für dich
  3. Pflege mit Freunden zusammen zu sein, die über dich lachen
  4. Lache über dich selbst

Das könnte nicht weniger zeitgemässer sein! Weiter, aus einer Predigt von John Stott:

[John Stott lehrte uns folgendes:] Wir müssen uns zwischen zwei Wertesystemen und zwei Lebensstilen entscheiden. Es gibt eine Art zu leben und das ist die Art von Jakobus und Johannes: “Wir wollen, dass ihr für uns tut, worum wir euch bitten” (Mk 10,35). Die andere Art zu leben steht in Vers 45: ‘Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele’.

Dann forderte er uns auf, in unseren Bibeln vier Worte in Mk 10,43 rot zu unterstreichen: “Nicht so bei euch.”

Zum Artikel: Reflections on the Christlike leadership of John Stott

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